Drei Schülerinnen gewinnen den Preis des Bundestagspräsidenten beim 63. Europäischen Wettbewerb

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“. So heißt es im Artikel 3 des Grundgesetzes....

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Seit 1993 werden in Deutschland laut Gesetz die Frauen den Männern gleichgestellt. Dieses Gesetz kommt leider nicht in vielen Haushalten an. Somit sind noch viele Frauen ihrem Ehemann untergeordnet und werden von ihnen unterdrückt, erleben psychische wie auch physische Gewalt.

Im Rahmen unseres Kunstunterrichtes haben wir die Aufgabe bekommen, einen Film zu drehen. Die einzige Bedingung, die wir dabei hatten, waren die drei Themen des Europäischen Filmwettbewerbs. Uns sprach das Thema „Gewalt im Alltag“ sehr an. Besonders aber wollten wir die Problematik „Gewalt gegen Frauen“ in den Vordergrund rücken, da wir drei aus unterschiedlichen Kulturen stammen und jeweils ein anderes „Frauenbild“ haben. Gewalt gegen Frauen war lange ein Tabuthema. Über die Unterdrückung der Frauen redete niemand, keiner wollte etwas bemerkt haben, niemand unternahm etwas dagegen. Durch unseren Film wollten wir zeigen, dass Gewalt gegen Frauen neben vielen anderen Problemen immer noch aktuell ist. Viel zu oft gibt es Frauen, die die Wunden mit Make-up verdecken und sich somit vor den Problemen verstecken. Sie isolieren sich von der Außenwelt und schämen sich für ihre Verletzungen. Das wachsende Gewaltpotenzial in unserer Gesellschaft kann nur an der Wurzel bekämpft werden. Mit unserem Kurzfilm wollen wir darauf aufmerksam machen, dass man hinter die Maske schauen sollte. Wir wollen den Frauen Mut machen, dass sie sich gegen ihre Männer wehren und sich bei verschiedenen Organisationen Hilfe suchen sollen. Man sollte sich für keine Hilfe schämen. Es sollten Maßnahmen gegen diese weitverbreitete Gewalt ergreift werden. Hierbei müssen die Bedürfnisse und Rechte der Gewaltopfer nicht nur auf dem Papier berücksichtigt werden, sondern auch in der Praxis umgesetzt werden. Schau hinter die Maske!

Mit unserem Film haben wir den Preis des Bundestagspräsidenten gewonnen. Wir durften 4 Tage in Berlin besuchen und haben uns vor allem im Bereich Politik informiert. Unter anderem unterhielten wir uns mit Abgeordneten über die aktuellen politischen Probleme und Zukunftspläne. Natürlich durften wir auch an einer Plenarsitzung teilnehmen und selbst eine Plenarsitzung gestalten.

Von der Schule bekamen wir einen kleinen Preis für besondere Leistung. Zudem bekamen wir eine Einladung von der Thüringer Ministerin für Bildung, Jugend und Sport zu einer Veranstaltung für besondere Leistungen, in der wir einen Geldpreis von 300 Euro gewonnen haben.

Veronika Kalimnik, Anne-Sophie Reefschläger und Mehriban Rüzgar

Die Fotografie zeigt uns in Berlin mit dem Bundestagspräsidenten.
Unser Film kann auf der Seite des Europäischen Wettbewerbs angesehen werden:

http://www.europaeischer-wettbewerb.de/reefschlaeger-kalimnik-ruezgar/?media=151&ewcat=225